Möchtest Du zu Deinem Latte eine Haftpflichtversicherung?

  • AUTHOR: Nikita
  • 26. September 2017
Digitale Versicherungsberater
Möchtest Du zu Deinem Latte eine Haftpflichtversicherung?

Die Versicherungsbranche befindet sich im Wandel. Im digitalen. Besonders Vermittler müssen sich umstellen, denn Kundenansprüche haben sich verändert. Welche Kanäle nutze ich am besten? Welche Ansprache ist für meine Zielgruppe die richtige im Netz? Und die brandaktuellste Frage: Bin ich als Versicherungsberater in zehn Jahren noch relevant?

Lieber persönlich und privat

Kurz und knapp: Ja. Der Vermittler bleibt auch in naher Zukunft noch relevant. Denn obwohl die Möglichkeiten der Online-Angebote der Versicherungen bekannt sind, greifen viele dennoch lieber zum Telefonhörer oder suche das persönliche Gespräch mit dem Berater.

So gaben laut der Gothaer insgesamt 48 Prozent der Befragten an, ihre Routinevorgänge in Fragen der Versicherung auf telefonischem Wege zu klären. 38 Prozent suchten das persönliche Gespräch mit ihrem Versicherungsberater. Lediglich zehn Prozent erledigten ihre Anliegen zu Versicherungs-Verträgen, mögliche Änderungen oder Schadensmeldungen online.

Face to face ist nicht mehr up to date

Auch wenn die unmittelbare Kommunikation zwischen Versicherungsberater und Kunde nicht abnimmt, so verändert sich dieser stark mit dem digitalen Wandel.

Erste Kontaktaufnahmen mit dem Versicherungsberater muss nicht mehr nur im Geschäft stattfinden. Skype-Konferenzen oder Videochats werden immer beliebter. So können Kunden mobil und flexibel von Unterwegs ganz leicht ihren Versicherungsberater kontaktieren. Service im digitalen Zeitalter hat viele Gesichter. So ist ein Kundenportal, in dem der Kunde kleine Änderungen am Vertrag oder Adressänderungen selber vornehmen kann, heute Standard.

Aber Raum für Neues gibt es immer. Wie beispielsweise das Konzept des “life shop” beweist.

„Wir haben eine Filiale der Zukunft entworfen, in der Kunden sich wohlfühlen sollen“, sagt Sophie Schmidt (23). Sie ist eine der vier Auszubildenden bei der Talanx Service AG, die beim Projekt “life shop” mitgewirkt hat.

Dieses Projekt belegte 2014 sogar den zweiten Platz beim “InnoWard”. Die Idee: Je wohler der Kunde sich fühlt, desto offener ist er für Vorschläge. Deswegen ähnelt eine „life shop“-Versicherungsfiliale mehr einem Café als einem Büro. Es geht darum, Besucher in einer netten Star-Bucks-Atmosphäre bei einem Kaffee via App digital zu begleiten. Keine verstaubten Schalter. Keine gelangweilten Berater in Anzügen. Über einen Touchscreen, als stationäres Gerät oder Tablet, können sich Kunden auf einfache Art und Weise ihre Produkte zusammenstellen. Sollten doch Fragen aufkommen, steht dem Kunden ein Versicherungsberater im Chat zur Seite.

“Ein Berater, der es schafft, seine analogen Netzwerke ins Digitale zu übertragen und keine Angst vor digitalen Veränderungen hat, wird auch weiterhin bestehen können.“, sagt die in der Versicherungsbranche tätige Social-Media-Managerin Sandra Maurer.

Ein Versicherungsberater, viele Gesichter

Alles ist erlaubt. Es darf allerdings nicht eintönig sein. Denn auf sozialen Plattformen heißt die Devise: Persönlichkeit und Präsentation. Die einzige Schwierigkeit die auf einen zukommt ist, den richtigen Kanal für sich zu finden. Die Faustregel lautet: Wo meine Kunden sind, da gehe ich ebenfalls hin. Hauptsache: Interaktiv und dynamisch. Hier die drei wichtigsten Kanäle:

Facebook:

Jeder sollte ein Profil haben. Am besten sogar zwei, ein privates und ein geschäftliches Konto. Denn knapp 1,7 Milliarden Nutzer weltweit, über 27 Millionen in Deutschland erreicht Facebook. Gezielt eingesetzte Inhalte können Neukunden auf die eigene Präsenz im Netz aufmerksam machen. Der Austausch unter Kollegen und Meinungsführern der Branche in geschlossenen Gruppen ist unabdingbar, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Besonders wichtig: Dialog. Wer platte PR-Floskeln oder Phrasen schreibt, verschwindet schnell von der Bildfläche. Wer sich Beitragsarten abgucken oder Ideen sammeln möchte, ist mit dem Profil der Allianz Deutschland gut beraten. Mit ganzen 348.789 Abonnements zählen die Münchner zu den Schwergewichten der Branche.

Twitter:

Twitter weist zurzeit ganze 328 Millionen aktive Nutzer pro Monat auf. 500 Millionen besitzen einen Account. Der größte Vorteil des Kurznachrichtendienstes ist ebenfalls ein Nachteil. Kurze Nachrichten oder Links schnell zu verbreiten bietet die Möglichkeit Produkte, News und Kommentare schnell zu verbreiten. Richtig gesetzte Hashtags und Retweets erhöht den Traffic und die Interaktion; bei 140 Zeichen pro Nachricht allerdings nicht immer ganz einfach.
Jeder, der regelmäßig und mit einer relativ hohen Schlagzahl Nachrichten verbreitet, kann per Twitter besonders unkompliziert kommunizieren. Einfach bei Twitter-Search beispielsweise das Hashtag #Versicherungsmakler eintippen und sich Neuigkeiten, News und Trends auf der Zunge zergehen lassen.

YouTube:

Die Video-Plattform ist schwierig und interessant zugleich. Laut Statista tummeln sich hier überwiegend 16- bis 29-jährige (87 Prozent) und 30- bis 44-jährigen (70 Prozent). Also genau die richtige Zielgruppen für Versicherungsberater. Doch: Fachchinesisch und langatmige Produkterklärungen kommen überhaupt nicht gut an. Hier zählt Präsentationsgeschick und Kameraafinität. Eine große Inspiration bietet der Kanal „Versicherungen im Kopf“ von und mit Basti Kunkel.

Bild: (c) Fxquadro

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